Es gibt in Deutschland nur wenige Jugendliche, die nicht lesen können. Jedes Kind lernt in der Schule Lesen und Schreiben – so die Theorie. Aber die Studie, -nsystematische UntersuchungStudien zeigen: Viele Schüler haben Schwierigkeiten. Sie lesen langsam, machen Fehler und haben auch keine Freude am Lesen. „In jeder Altersstufe ist bei 15 bis 20 Prozent die Lesekompetenz so geringweniggering, dass es ihnen schwerfallenschwierig sein fürschwerfällt, einem Text die wichtigsten Informationen zu entnehmenhier: lesen in; erkennen inentnehmen“, sagt Andreas Gold. Der Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Frankfurt beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit dem Thema. In dieser Zeit hat er Systeme und Strategien entwickelnhier: eine Idee haben fürentwickelt, um die die Leseflüssigkeit, -envon: flüssig lesen = hier: ohne lange Pausen lesenLeseflüssigkeit und das Textverstehen von Kindern zu verbessern. Gold ist sich sicher: Diese funktionieren auch für Deutschlerner.
Jeder, der in einer Fremdsprache liest, die er noch nicht perfekt kann, kennt nämlich ähnliche Probleme wie diese Kinder. „Lesestrategien dienen zuhier: gut sein fürdienen dazu, dass man einen Text versteht, behaltenhier: sich merken; im Kopf behaltenbehält und daraus Schlussfolgerungen ziehen auslogische Konsequenzen erkennen vonSchlussfolgerungen ziehen kann“, erklärt Gold. Genau das ist meistens die große die Herausforderung, -enhier: schwierige Aufgabe, die man auf jeden Fall machen möchteHerausforderung, wenn man einen Text in einer Fremdsprache lesen will.
Die Basis
Aber wie funktionieren diese Strategien? Die gute die Nachricht, -enInformationNachricht: Die meisten Menschen benutzen automatisch Lesestrategien, wenn sie einen Text in ihrer Muttersprache lesen. In einer Fremdsprache ist alles erst einmal ganz anders. Bevor man überhaupthier: ≈ wirklichüberhaupt eine Strategie anwendenhier: in der konkreten Situation verwendenanwendet, muss man schon gut lesen können. „Solange ich nicht sehr viele Wörter direkt erkenne und aussprechen kann, ist es zu früh für Lesestrategien“, erklärt Gold. Wer noch nicht flüssig liest, viele Wörter nicht erkennt und oft die Silbe, -nTeil eines WortesSilben einzeln dekodieren muss, um sich der Aussprache sicher zu sein, muss also erst mal seine Leseflüssigkeit verbessern. Um das zu tun, muss man viele Texte lesen – am besten laut – und so viele neue Wörter wie möglich lernen. So bekommt man einen großen die Sichtvon: sehenSichtwortschatz: Die Liste von Wörtern, die man sofort erkennt und aussprechen kann, ist also lang.
Die deutsche Sprache ist hier zum Glück sehr praktisch. Denn bei der Aussprache ist sie meistens einfacher und logischer als viele andere Sprachen. „Vom das Graphem, -ekleinster Teil in einem Schriftsystem, der die Bedeutung verändern kann; ≈ BuchstabeGraphem zum das Phonem, -ekleinster Laut in einem Sprachsystem, der die Bedeutung verändern kannPhonem hat sie wenig der Freiheitsgrad, -ehier: ≈ Zustand, wie viele verschiedene Möglichkeiten zur Aussprache es gibtFreiheitsgrade, sie ist sehr transparent“, sagt Gold. Das heißt: Wenn man weiß, wie bestimmte Buchstabenkombinationen im Deutschen ausgesprochen werden, kann man das auf fast alle Wörter übertragenhier: ≈ auch benutzen beiübertragen. Die Laute „i“ und „ng“ in der Begriff, -eWortBegriffen wie singen, Ding, klingen, Tübingen und springen werden alle gleich ausgesprochen. Die englische Sprache ist zum Beispiel in diesem der Bereich, -ehier: Teil einer SpracheBereich viel komplizierter: Die Wörter tough, thought, though und through werden zwar alle sehr ähnlich geschrieben – ihre Aussprache ist aber jedes Mal anders. Der der Schritt, ehier: ≈ Weg; Sache, die man schaffen mussSchritt zu einer guten Lesekompetenz ist also im Deutschen gar nicht so groß. Aber erst wenn man diesen Sichtwortschatz bekommen hat und ohne zu stockenplötzlich eine kurze Pause machenstocken lesen kann, ist es sinnvollso, dass es Sinn machtsinnvoll, Lesestrategien zu benutzen.
Eine Strategie finden
Eigentlich kann man fast alle Strategien für jeden Text verwenden – aber es gibt immer eine, die am besten funktioniert. generellhier: ≈ normalerweiseGenerell unterscheidet Gold zwischen kognitiven und meta-kognitiven Strategien. Bei meta-kognitiven geht es darum, dass der Leser selbst prüfen≈ testen; überlegenprüft: Habe ich den Text verstanden und erinnere mich noch an den Inhalt? Diese Strategien sind Kontrollmechanismen: Sie helfen dem Leser, zu sehen, wie sein Lernprozess funktioniert. Besonders interessant für die meisten Leser sind aber die kognitiven Strategien. Sie sollen dabei helfen, einen Text und seinen Inhalt zu verstehen. Dazu gehört meistens, dass man Sachen unterstreicheneinen Linie unter etwas Geschriebenes machenunterstreicht, sich bildlich vorstellensich ein Bild machen vonsich etwas sich bildlich vorstellensich ein Bild machen vonbildlich vorstellt und die wichtigsten Punkte in eigenen Worten zusammenfasst. „Einem Text muss man ansehenhier: an … erkennen, dassansehen, dass er gelesen worden ist. Deshalb müssen die Gedanken aus dem Kopf des Lesers den Weg auf die Textseite finden. Genauso wie die Inhalte des Textes den Weg in den Kopf des Lesers finden müssen“, sagt Gold.
Sie können deutsche Texte flüssig lesen, haben aber manchmal Probleme, sie gut zu verstehen? Dann sollten Sie eine Lesestrategie benutzen. Davor ist es aber nötig, sich sich klarmachennachdenken überklarzumachen, welchen Texttyp man gleich lesen wird. Zum Beispiel liest man einen der Artikel, -hier: Text in einer Zeitung oder ZeitschriftArtikel von Deutsch perfekt nämlich anders als ein Buch oder eine die Bedienungsanleitung, -enText, der sagt was man z. B. mit einem Gerät tun sollBedienungsanleitung. Gold erklärt: „Bevor man einen Text liest, sich lohnenVorteile bringenlohnt es sich lohnenVorteile bringensich, ihn erst mal kurz zu überfliegenhier: nicht genau lesenüberfliegen, die Überschrift zu sehen und sich Gedanken zu machen: Wovon wird der Text handeln? Welche Fragen habe ich an den Text?“ Erst wenn man das gemacht hat, kann man den Text genau lesen. Das das Gehirn, -eOrgan im Kopf, mit dem man denkt und fühltGehirn kann sich dann nämlich auf die wirklich wichtigen Informationen konzentrieren. Eine besonders wichtige Frage, die man sich stellen sollte, bevor man sich entscheiden fürhier: unter verschiedenen Strategien wählensich für eine Strategie sich entscheiden fürhier: unter verschiedenen Strategien wählenentscheidet, ist: Mit welchem Ziel lese ich den Text? Denn die Antwort darauf definiert, welche Lesestrategie diejenige≈ diediejenige ist, die am besten passt.
Globales Lesen
Sie wollen einen Text nicht bis ins bis ins letzte Detailganz genauletzte Detail verstehen, sondern wollen nur eine Idee davon haben, es geht umhier: das Ziel istworum es geht? Dann ist diese Strategie die richtige. Dabei ist es egal, ob der Text lang oder kurz ist: Einen kurzen Online-Artikel kann man genauso überfliegen wie eine lange Reportage. Wichtig ist auch, dass Sie nicht aufhören oder in einem Wörterbuch nachschlagenhier: die Bedeutung eines Wortes suchennachschlagen, nur weil Sie ein paar Wörter nicht verstehen. Vielleicht sind diese nämlich gar nicht so relevant, und Sie verstehen das Wichtigste auch so. Auch der Kontext kann Ihnen helfen, solche(-r/-s)≈ von der genannten Art; sosolche Begriffe zu verstehen. Das globale Lesen ist eine gute Strategie, wenn man sich nicht sicher ist, ob man einen Artikel wirklich lesen will. So bekommt man erste Informationen über das Thema. Dann kann man entscheiden, ob man sich auseinandersetzen mit≈ genau studierensich auch detaillierter mit dem Text sich auseinandersetzen mit≈ genau studierenauseinandersetzen möchte.
Beispiel: Sie wollen wissen, was das ungefähre Thema dieser die Nachrichtenmeldung, -enInformation/Bericht aus den NachrichtenNachrichtenmeldung ist.
Kinder lesen gern
Kleine Kinder interessieren sich nur noch für Handys und spielen den ganzen Tag Spiele – so das Klischee. Eine aktuelle Studie zeigt: Das stimmt nicht. Die Mehrheit der Kinder liest mehrere Male pro Woche ein Buch oder eine Zeitschrift. Auch sonst verbringenhier: immer … seinverbringen sie ihre Freizeit nicht nur online: Freunde treffen und draußen spielen ist bei allen Kindern sehr populär. Tablets und Computer werden erst ab elf Jahren wichtiger. Mit 13 haben aber 92 Prozent der deutschen Kinder schon ein Handy.
Techniken, die beim globalen Lesen helfen
- Was würden Sie antworten, wenn jemand sagt, dass Kinder heute nur vor dem Handy und dem Computer sitzen? Sie würden natürlich nicht jedes Detail dieser Meldung erzählen. Eine kurze Antwort ist genug. Genau darum geht es beim globalen Lesen („Das stimmt nicht. Das Klischee, dass Kinder nicht lesen, ist falsch. Die Mehrheit der Kinder liest jede Woche.“)
- überprüfenhier: ≈ noch einmal genau nachdenken überÜberprüfen Sie nicht jedes unbekannte Wort und jedes Detail! Es ist überhaupt kein Problem, wenn Sie nur das Wichtigste verstehen. So Nerven sparenhier: sich nicht nervös und müde machen lassensparen Sie Zeit – und Nerven sparenhier: sich nicht nervös und müde machen lassenNerven.
- Passen Sie auf, dass Sie nicht doch versehentlichohne Absichtversehentlich plötzlich detailliert lesen. Sie wollen nur einen der Überblick≈ Orientierungshilfe; zusammenfassendes BildÜberblick!
Selektives Lesen
Wenn Sie nur eine bestimmte Information suchen und diese sehr schnell finden wollen, sollten Sie selektiv lesen. Ein Beispiel: Sie suchen in einer Wohnungsanzeige nach der Größe der Wohnung. Dann werden Sie die Anzeige nicht von Anfang bis Ende lesen, sondern mit den Augen nach einer Zahl mit dem das Zeichen, -hier: z. B. Buchstabe, Symbol, kleine ZeichnungZeichen m² suchen. Erst wenn Sie diese gefunden haben, werden Sie vielleicht genauer lesen – wenn die Größe passt.
Selektives Lesen benutzen auch viele Studenten, wenn sie in einem Text nach Antworten auf eine spezifische Frage suchen. Auch im Internet ist selektives Lesen praktisch: Wenn man eine Suchmaschine benutzt, sucht man unter den Ergebnissen die Webseite, die einem die besten Informationen geben wird.
Beispiel: Sie möchten schnell die wichtigsten Informationen über Otto von Bismarck herausfindenhier: eine Information bekommen überherausfinden. Also gehen Sie auf Wikipedia und sammeln ein paar der Fakt / das Faktum, FaktenSache, die Wirklichkeit ist; hier: InformationFakten.
Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, (* 1. April 1815 in Schönhausen (Elbe); † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Aumühle), war ein deutscher Politiker und wichtiger PolitikerStaatsmann. Von 1862 bis 1890 – mit einer kurzen die Unterbrechung, -enhier: PauseUnterbrechung im Jahr 1873 – war er in Preußenfrüher einer der deutschen StaatenPreußen der Ministerpräsident, -enRegierungschef eines deutschen Bundeslandes (das Bundesland, -länder:, Teil von einer föderalistischen Republik)Ministerpräsident, (...) sowieundsowie von 1871 bis 1890 erster der Reichskanzler, -Chef der Regierung in Deutschland (1871 - 1945)Reichskanzler (...).
Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er hier: Person, die sich besonders kümmert umtreibende Kraft bei der Lösung der die deutsche Fragehistorische Frage, wo die Grenzen des Deutschen Reiches liegen sollen (das Deutsche Reich: erster deutscher Nationalstaat (1871 - 1945))deutschen Frage im kleindeutschen Sinneso, dass man ein kleines Deutsches Reich besser findet (z. B. ohne Österreich)im kleindeutschen Sinne und der die Gründung, -envon: gründen ≈ hier: (offiziell) startenGründung des Deutschen Reiches.
Als Kanzler hier: sagen, wann und was passieren sollbestimmte er die Politik des ≈ neuneu geschaffenen Reiches – allgemein im Volksmundhier: in der gesprochenen Spracheim Volksmund und in der Geschichtsschreibung wurde Bismarck daher auch der „aus Eisen (das Eisen: schweres Metall)Eiserne Kanzler“ genannt.
Techniken, die beim selektiven Lesen helfen
- Suchen Sie in dem Text spezifisch nach wichtigen Begriffen, Sätzen oder Daten.
- Markieren Sie so die wichtigsten Inhalte, wenn der Text lang ist. Suchen Sie verschiedene Informationen, nehmen Sie unterschiedliche Farben.
- Suchen Sie nach Absätzen, die speziell von dem Thema handeln, das sie interessiert.
- Erinnern Sie sich also immer wieder daran, welche Information Sie wirklich brauchen und suchen, sonst verlieren Sie Zeit. Denn besonders bei längeren Texten fallen inhier: wieder kommen zufällt man automatisch immer wieder fallen inhier: wieder kommen zuin das normale Lesen.
- Ihnen fehlt eine wichtige Information, Sie haben sie überlesenhier: beim Lesen nicht sehenüberlesen? Kein Problem: Springen Sie einfach wieder im Text zurück.
Detailliertes Lesen
Das ist eigentlich das Gegenteil des globalen Lesens. Sie wollen alles genau verstehen. Deshalb lesen Sie den Text bis ins letzte Detail. Jedes Wort ist sehr wichtig, und Sie wollen nichts falsch verstehen. Um sicher zu sein, können Sie den Text auch mehrere Male lesen. Speziell dann, wenn Sie denken, dass Sie beim ersten Mal nicht alles verstanden haben. Besonders wichtig ist das detaillierte Lesen, wenn Sie einen Vertrag oder ein anderes offizielles Dokument vor sich haben. Auch wenn sie oft kompliziert formuliert sind, sollte man auf keinen Fall die Details ignorieren. Diese können nämlich entscheidendhier: am wichtigstenentscheidend sein. Das detaillierte Lesen kommt oft nach dem selektiven Lesen: Wenn Sie ein neues Auto kaufen möchten, werden Sie zuerst nachsehenhier: nachschlagennachsehen, ob der Preis und das Aussehen passen. Erst wenn Sie sicher sind, dass diese Faktoren stimmen, werden Sie überprüfen, ob die anderen Details auch in Ordnung sind.
Beispiel: Sie wollen einen Kuchen backen und keine Fehler machen. Deshalb lesen Sie das Rezept ganz genau.
Leckerer Schokokuchen
Sie brauchen:
150 Gramm Zucker
150 Gramm Butter
4 Eier
70 Gramm Schokolade
60 Gramm gemahlenvon: mahlen = etwas Hartes mit einer Maschine in extrem kleine Stücke machen, sodass es fast wie Mehl wirdgemahlene die Mandel, -nharte Frucht eines Baumes, aus der man auch Marzipan machtMandeln
60 Gramm Mehl
einen halben Teelöffel Backpulver
einen der Esslöffel, -SuppenlöffelEsslöffel Rum
trennenhier: ≈ den weißen und gelben Teil in zwei Teile machenTrennen Sie die Eier. schaumig schlagenso lange mit einem speziellen Küchengerät oder einem Löffel mischen, bis man eine leichte Substanz mit kleinen Luftbällchen hatSchlagen Sie die weiche Butter, das Zucker und das Eigelb schaumig schlagenso lange mit einem speziellen Küchengerät oder einem Löffel mischen, bis man eine leichte Substanz mit kleinen Luftbällchen hatschaumig. schmelzen lassenetwas so heiß machen, dass es weich wirdLassen Sie die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen lassenetwas so heiß machen, dass es weich wirdschmelzen und dann ein paar Minuten auskühlenkühl werdenauskühlen. Inzwischen können Sie die Kuchenform einfettenhier: weiche Butter darauf gebeneinfetten und mit etwas Mehl ausstreuenhier: in kleinen Portionen hineingebenausstreuen.
siebenhier: durch ein Gerät mit vielen kleinen Löchern tunSieben Sie Mehl und das Backpulver, -weiße Substanz ähnlich wie Mehl, die man beim Backen verwendet, damit die Kuchenmasse größer wirdBackpulver in eine Schüssel, und rühren unterdurch Kreisbewegungen mischen mitrühren Sie sie gemeinsam mit der flüssighier: wie Soßeflüssigen Schokolade, den Mandeln und dem Rum rühren unterdurch Kreisbewegungen mischen mitunter die Butter-Eigelb-Masse.
vorheizenden Ofen vor dem Backen warm werden lassenHeizen Sie den Backofen auf 180 °C vorheizenden Ofen vor dem Backen warm werden lassenvor. Schlagen Sie das Eiweiß zu Schnee, und rühren Sie es ebenfalls unter. gießenhier: hineintunGießen Sie dann den der Teig, -eweiche Mischung, z. B. aus Mehl, Wasser oder Milch, Ei, Salz und/oder ZuckerTeig in die Kuchenform, und lassen Sie ihn circa 50 Minuten im Ofen backen.
Techniken, die beim detaillierten Lesen helfen
- Achtung: Es ist normalerweise nicht effizient, sofort mit detailliertem Lesen zu beginnen. Denn vielleicht brauchen Sie nur bestimmte Informationen oder eine Idee des Inhalts. Auch um sich aus mehreren Rezepten für das richtige zu entscheiden, lesen Sie es wahrscheinlich zuerst global.
- Markieren Sie unbekannte Wörter, die Sie wichtig finden, und schlagen Sie diese nach, wenn Sie sie nicht aus dem Kontext verstehen können.
- Schreiben Sie bei langen und schwierigen Texten neben jeden Abschnitt eine Notiz zum Inhalt.
- Sie müssen einen sehr schweren Fachtext verstehen? Dann suchen Sie sich zum Beispiel im Internet mehr Informationen zum Thema. Informieren Sie sich bei einem Techniktext zum Beispiel über die Geräte. Wenn es um moderne Kunst geht, lesen Sie etwas über den Stil.
Allgemeine Tipps für alle Lesestrategien
- nutzen≈ benutzenNutzen Sie Ihr Wissen zum Thema. bildenmachenBilden Sie Hypothesen zum Textinhalt.
- gliedernhier: ≈ in zwei oder mehr Phasen machen, z.B. Anfang, Mittelteil, SchlussGliedern Sie den Text, und formulieren Sie Überschriften zu den einzelnen Textabschnitten.
- Sie finden den Text zu kompliziert? Suchen Sie nach kleinen „die Verstehensinsel, -nWörter oder Sätze in einem Text, die man versteht (die Insel, -: Stück Land in einem Meer, See oder Fluss)Verstehensinseln“. Oft kann Ihnen das Markieren von Fachwörtern, Fachverben oder Adjektiven helfen.
- Der Kontext kann helfen, unbekannte Wörter zu verstehen: Was steht da für eine die Wortart, -en≈ grammatische Gruppe, z.B. Verb, Nomen, Adjektiv ...Wortart? Mit welchen anderen Wörtern im Text bildet das Wort eine Bedeutungskombination? Gibt es eine Beziehung zwischen dem unbekannten Begriff und Textteilen in seiner Nähe? Wenn ja, welche? Was für Ideen und Assoziationen fallen Ihnen dabei für die Bedeutung des Wortes ein?
- Sie können den Text auch in eine andere die Darstellungsform, -enForm, wie etwas gezeigt wirdDarstellungsform übertragenhier: in eine andere Form bringenübertragen: Malen Sie eine die Skizze, -en≈ Bild, PlanSkizze, ein Bild, eine Tabelle …
- Es ist ganz normal, dass Sie langsamer lesen als ein Muttersprachler. Sie müssen die Wörter und den der SatzbauPosition von Subjekt, Verb, Objekt ... in einem SatzSatzbau nämlich zuerst dekodieren. Lassen Sie sich davon nicht demotivierendie Motivation nehmendemotivieren!
- Keine Panik: Texte aus dem Alltag sind oft deshalb besonders schwer zu verstehen, weil Ihnen das kulturelle das Hintergrundwissensehr genaues Wissen über einen speziellen SektorHintergrundwissen fehlt. Autoren von Zeitungsartikeln erwarten meistens, dass sich auskennen mitErfahrung haben mit; kennensich ihre Leser sich auskennen mitErfahrung haben mit; kennenmit der aktuellen Politik des Landes sich auskennen mitErfahrung haben mit; kennenauskennen. Fiktionale Texte sind einfacher – dort wird die Wirklichkeit erst einmal beschrieben.
- Fangen Sie mit leichter Literatur an! Klassiker verwenden eine ziemlich komplizierte Sprache. Man muss aber immer erst lernen, was die Norm ist. Sonst können Sie die Abweichung, -enUnterschiedAbweichungen weder erkennen noch interpretieren.